Jun 30 2019

Vizekreismeister nach überragender Saison

Der SV Lausitz Forst spielte mit 33 Punkten bereits die beste Hinrunde seiner Vereinsgeschichte und ging so als Dritter in die zweite Halbserie. In dieser steigerten sich die Rosenstädter weiter und gaben nur gegen den Kreismeister Wacker Ströbitz II (ein unglückliches 2:2 in der Nachspielzeit) und beim Dritten Viktoria Cottbus mit einer 3:1-Niederlage Punkte ab. Mit den so erreichten 40 Zählern war der SVL in einer separaten Wertung der zweiten Saisonhälfte gleichauf mit dem Aufsteiger aus Ströbitz. Übrigens hatte der SV Lausitz nur in der Vorsaison insgesamt zum Ende mehr als diese 40 Zähler auf dem Konto. Seit dem Bestehen des SV Lausitz Forst im Jahr 2011 hatten zum Saisonende nur drei Meister mehr Punkte auf ihrem Konto als die jetzt als Vizemeister erreichten 73. 2015 schloss der SV Döbern die Serie mit 77 Punkten ab, zwei Jahre später der Spremberger SV mit 78 und nun klettert Wacker Ströbitz II mit 83 Zählern in die Landesklasse.

Zum Ende belegen auch 14 Punkte Vorsprung auf den Dritten, den FSV Viktoria Cottbus, die außergewöhnliche Bilanz. Einmal mehr bewahrheitete sich dabei die These, dass vor allem eine starke Abwehr für ein gutes Saisonergebnis verantwortlich ist. Der SV Lausitz stellt nämlich mit 34 Gegentreffern nach dem Kreismeister die zweitbeste Defensive. In der Offensive trafen hingegen vier Teams öfter als die Forster bei ihren 81 Treffern. Weit mehr als die Hälfte der Forster Tore steuerten dabei gemeinsam Maik Warko (21), Marcin Piech (20) und Dominik Patsch (13) bei. In den ausgetragenen 29 Spielen, Peitz II trat in Forst wegen Spielermangel nicht an, setzte der SV Lausitz 32 Spieler ein.

Der SV Lausitz Forst erntet nun die Früchte kontinuierlicher Nachwuchsarbeit. Neben einigen externen Verstärkungen besteht das Gros des Kaders aus Spielern des eigenen Nachwuchses und zum Saisonende erhielten mit Martin Bache, Steven Dannat, Nico Lehmann, Tobias Goral und Tim Seeger hoffnungsvolle A-Juniorenspieler Einsatzzeiten. Marcin Piech (28) und Marvin Hartl (26) waren die Forster Akteure mit den meisten Einsätzen. Die zumeist sehr ansehnlichen Spiele verfehlten auch nicht die Anziehungskraft auf die Zuschauer. Die sieben ausgetragenen Heimspiele der Rückrunde besuchten im Schnitt 118 Besucher, so dass am Saisonende ein Zuschauerschnitt von 104 zu verzeichnen ist, was im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 24 Zuschauern pro Spiel bedeutet.

Das bewährte Trainer- und Betreuergespann um Michael Lampe, Daniel Pottag und Bernd Dörry wird auch in der Saison 2019/20 die Geschicke der ersten Mannschaft leiten. Nach der diesmal kurzen Sommerpause erfolgt der Trainingsauftakt am 16.7. und bereits vier Tage später erwartet der Kreisoberligist den Ortsnachbarn TV 1861 zum ersten Testspiel für die neue Saison.

Wie im Vorjahr kann auch für die zweite Mannschaft ein positives Saisonfazit gezogen werden. Die sicherlich jüngste Mannschaft der 1. Kreisklasse Nord kam am Ende im 14er Feld auf einem guten sechsten Platz ein. Die Männer des Trainerstabes mit Marcel Maier und Frank Neumann errangen zwölf Siege, spielten achtmal Remis und verloren nur sechs Partien. Hier waren Fritz Motyka (23) und Nico Britze (22) die Akteure mit den meisten Einsätzen. Gleich drei Spieler teilen sich die Torjägerkrone mit zehn Treffern. Tobias Woick (9 Spiele), Philipp Lehmann (12 Spiele) und Fritz Motyka schossen knapp die Hälfte der 63 Treffer. Für die zweite Mannschaft wird die kommende Saison eine knifflige werden, denn nach den Strukturplänen des Fußballkreises Niederlausitz wird am Saisonende eine Reduzierung der zwei Staffeln auf eine erste Kreisklasse vorgenommen.